Zeitungsbericht AS - Reise 2009 - Feuerwehr Oberwil-Lieli

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Zeitungsbericht AS - Reise 2009

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Artikel "Ebersberger Nachrichten" zum 50. Jubiläumsfest des Spielmannszuges Ebersberg

Großes Musikfest-Wochenende zum runden Geburtstag

Der Spielmannszug Ebersberg ließ sich zum runden Jubiläum an zwei Tagen ordentlich hochleben und feierte zusammen mit knapp 30 anderen Musikvereinen ein denkbar würdiges Musikfest. Dabei ließ man sich selbst trotz des Dauerregens am Samstag die Laune nicht verderben. Weil man auf Grund der Witterungsbedingungen gar keine andere Möglichkeit hatte, als das Standkonzert am Ebersberger Marienplatz abzusagen, machte es sich der Verein zusammen mit vier anderen Vereinen und etlichen Freunden und Besuchern in der Volksfesthalle gemütlich.



Unter den eingeladenen Vereinen war unter anderem der Spielmannszug Krumbach eingeladen, mit dem man seit nunmehr 40 Jahren eine gute und enge Freundschaft pflegt. Erst vor vier Jahren feierten die Krumbacher ihr 50-jähriges Bestehen, wozu auch der Spielmannszug eingeladen war. Als Jubiläumsgeschenk überreichten die Ebersbergern eine lebendige Sau mit der Bitte, sich um das leibliche Wohl dieses Tieres gut zu kümmern. Selbstverständlich war da schon ein baldiges Grillfest der Hintergedanke, das schließlich letztes Jahr in Krumbach ausgerichtet wurde.






Nicht fehlen durften am Samstag natürlich die Freunde aus Ravensburg. Durchverschiedene Auftritte und Besuche in Ravensburg, wie beispielsweise beim bekannten Rutenfest oder der Ravensburger Fassnacht, lernten sich die beiden Vereine in den letzten Jahren immer besser kennen und schätzen. Dabei sind die Ravensburger auch bei den Ebersberger Bürgern gern gesehene Gäste, da sich der Fanfarenzug musikalisch sehr von bayrischen Spielmanns und Fanfarenzügen unterscheidet. So ist diese Truppe aus dem Schwabenland, deren Vereinsinstrumente lediglich aus Landsknechtstrommeln sowie Fanfaren und Basshörnern besteht, eine Garantie für gute Stimmung.


Wegen dieser engen Freundschaft zu Ravensburg wurde auch der Fanfarenzug Tell auf die Ebersberger aufmerksam und lud den Spielmannszug zu deren 50. Jubiläum nach Ravensburg ein. Als musikalische Exoten in Baden Württemberg erfuhr der Spielmannszug wieder eine große Gastfreundschaft und erlebte ein sehr gelungenes Fest. Deshalb musste auch nicht lange überlegt werden - der Fanfarenzug Tell, deren Besonderheit die in extrem hohen Tonlagen gespielten Naturton-Fanfaren sind, durfte beim Jubiläumsfest in Ebersberg nicht fehlen.

Zu guter Letzt wurde für den Samstagabend der Musikzug Hirschau eingeladen, der schon vor 40 Jahren, damals noch als reiner Spielmannszug mit über 70 Musikern in Ebersberg einmarschierte. So finden seither regelmäßig zu den Jubiläen der beiden Vereine gegenseitige Besuche statt. Zudem unterscheiden sich die Hirschauer von beiden Ravensburger Fanfarenzügen und dem Spielmannszug und würden somit für die nötige musikalische Abwechslung sorgen.

Bereits einige Wochen vor dem Jubiläum musste der Spielmanns- und Trommlerzug der Gebirgsschützenkompanie Bayrischzell aus terminlichen Gründen für den festlichen Umzug am Sonntag absagen. Doch auf Anfrage entschlossen sich die Bayrischzeller, dafür am Samstagabend zu erscheinen und den Festabend musikalisch mitzugestalten. Erst letztes Jahr waren die Ebersberger zu deren 25-jährigem Jubiläum vor der herrlichen Kulisse des Wendelsteins eingeladen.

    
         



Die vorab schon in den Zeitungen als "Musikalisches Schmankerl" angekündigte Musikgruppe stellte ohne Frage der Spielmannszug der Ehemaligen Mitglieder dar. Gut 40 Spielleute meldeten sich auf die Idee hin, einen Zug der Ehemaligen ins Leben zu rufen und schreckten selbst vor teils zwei wöchentlichen Proben nicht zurück.

Ehrentambour Walter Giglerformte aus den pensionierten

Musikern eine spielstarke Truppe, der man die langzeitige musikalische Abstinenz der Mitglieder spätestens ein paar Wochen vor dem Jubiläum akustisch nicht mehr anmerkte.


Zusätzlich wurde für die Feierlichkeit in der Volksfesthalle die Dudelsackgruppe The dark Highland Pipers and Drums aus München eingeladen. Zwei der Mitglieder waren früher beim Spielmannszug Nandlstadt aktiv. Während der Teilnahme am Münchner St. Patrick`s Day lernten sich die beiden Vereine kennen. Der völlig andere Musikstil sollte für eine weitere musikalische Abwechslung sorgen.

    



Durch weites Zurückdenken bis zu den Wurzeln des Vereins, als man im Jahr 1959 als Trommlerzug durch die Stadt zog, kam die Idee auf, diesen historische Gedanken noch einmal aufleben zu lassen. Auch wenn der Gründer des Vereins, Toni Trenkler, nicht mehr dabei sein konnte, so fanden sich mit Ludwig Margraf, Adi Gigler, Sigi Betz, Hartl Renauer, Richard Wochermaier und Anton Ostermeier sechs Musikanten - oder besser gesagt Trommler - der ersten Stunde zusammen. Diese sechs Herrschaften spielten mit dem Feldschritt recht zackig in die Volksfesthalle ein und erinnerten dabei so manchen älteren Zuhörer an die ersten Anfänge des Vereins.

Selbstverständlich spielte auch das Geburtstagskind, der Spielmannszug Ebersberg, in die Volksfesthalle ein.

Während Vorstand Sebastian Brilmayer über den Verein sowie deren Umsetzung zur neuen Tracht berichtete machten sich deren Spielleute davon, um die Ankleidung der Lederhosen und Drindl vorzunehmen.


Nach zwei Märschen im alten Erscheinungsbild berichtete Vorstand Sebastian Brilmayer über den Verein sowie die Umsetzung der neuen Tracht des Spielmannszuges, während sich die Mitglieder eilig der alten Trachtenteile entledigten und die vorbereiteten,

neuen Kleidungsstücke überstreiften. Bereits im Jahr 2008 entstand diese Idee der Erneuerung der Tracht. Vom Entwurf bis hin zur Umsetzung vergingen etliche Festausschusssitzungen Trommlergarde der erste Stunde Spielmannszug Ebersberg Für die Spielmannszugsmitglieder

endete ein durchaus gelungenes und erfreuliches Jubiläumsfest. Die Strapazen der letzten Tage bzw.

Wochen und Monate war jedoch allen Mitgliedern deutlich anzumerken.
Nach dem Ebersberger Sommernachtsfest eine Woche zuvor und dem Jubiläumsfest stehen den Vereinsmitgliedern endlich wieder stressfreie Wochenenden bevor. Obwohl sich die Erholungszeit für die Spielmann-
zügler äußerst kurz darstellt. Bereits zwei Wochen später ging es zwei Tage nach Ravensburg zum dort sehr bekannten Rutenfest. Hierbei wurde dem Spielmannszug Ebersberg sogar die Ehre erteilt, aleinzigster bayerischer Verein mitzuspielen. Im August steht dann der Verein mal
wieder vor einer internationalen Reise. Am 08. August wird nach dem Ebersberger Volksfestein verbunden mit intensiven Diskussionen. In einem Punkt war man sich einig. Die neue Tracht, bestehend aus Lederhosen für die Männer und Dirndln für die Damen, konnte ohne finanzielle Unterstützung nicht alleine vom Verein gestemmt werden. Hierbei durfte sich der Verein über die in den letzten Jahrzehnten gewonnenen Sympathien und damit der Bereitschaft bei Ebersberger Unternehmen und Bürgern sowie der Unterstützung der Stadt Ebersberg freuen,die dem Spielmannszug einen großen Kostenanteil der neuen Trachten abnahmen.

Vorstand Sebastian Brilmayer und Bürgermei-ster Walter Brilmayer Kaum eine halbe Stunde später marschierte der Spielmannszug unter begeistertem Beifall der Gäste im neuen Outfit stolz und farbenfroh in die Festhalle ein. Dabei fielen vor Allem die Damen mit ihren gelblichen Schürzen auf und sorgten für ein frohes und passendes Farbenspiel in der Festhalle.

Der übrige Abend gestaltete sich durch abwechselnde musikalische Darbietungen der anwesenden Vereine. Gegen 23 Uhr endete dieser offizielle Teil und die Bar wurde eröffnet. Die Festlichkeiten dauerten noch mehrere Stunden an und rundeten einen absolut gelungenen und musikalisch hörenswerten Festabend ab. Partystimmung in der Volksfesthalle.

Sonntag, 19. Juli:

Bereits gegen 06.30 Uhr wurden die ersten Ebersberger mit Pauken und Trompeten aus ihrem Schlaf geholt. Grund dafür war der Weckruf der vier Übernachtervereine, die, aufgeteilt in ganz Ebersberg für die ersten musikalischen Klänge sorgten und das große Jubiläumsfest am Sonntag eröffneten.Als Belohnung für diese frühen Anstrengungen der Musikanten hatten in der Zwischenzeit die Spielmannszügler ein
Frühstücksbuffett in der Volksfesthalle aufgebaut.


Und die morgendlichen Klänge schienen Wirkung zu zeigen - die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich am Himmel. Dagegen sorgten die Schweizer Freunde aus Oberwil kurze Zeit für fragende Blicke. Die Schweizer Truppe ließ es sich nämlich nicht nehmen und nahm ebenfalls am Weckruf teil. Dabei hatten die 15 Feuerwehrleute Schweizer Kuhglocken umgehängt, die bei jedem Schritt mit ihren Oberschenkeln angestoßen wurden und so bereits aus großer Entfernung für ungewohnte und unüberhörbare Klänge sorgten. So mancher dachte da mehr an ein aufziehendes Gewitter.




m Laufe der Zeit trafen die eingeladenen Vereine nach und nach am Volksfestplatz ein. Ein Bus nach dem anderen brachte die insgesamt 27 eingeladenen Vereine nach Ebersberg. Dabei spielte jeder Verein zur Begrüßung in die Festhalle ein, die sich somit schnell füllte. Um 09.45 Uhr hieß es dann für die Musikvereine, sich zum Kirchenzug aufzustellen. Da bei so vielen Vereinen ein reibungsloses Aufstellen und Losmarschieren der Gruppen schwer zu steuern ist, wurde jedem Verein ein Zugführer zugeordnet. Dabei konnte der Spielmannszug auf altbekannte Gönner und Freunde zurückgreifen, die diese Tätigkeit bereits vor fünf, zehn oder fünfzehn Jahren ausgeführt haben. Pünktlich um 10 Uhr setzte sich der Musikzug Richtung Ebersberger Marienplatz in Bewegung. Weckruf der besonderen Art:

    


Auch wenn man nicht gerade von einem schönen Sommertag sprechen konnte, so blieb es während des gesamten Gottesdienstes trocken. Unter diesen Umständen konnte der im Sinne der Ökumene gehaltene Gottesdienst unter freiem Himmel am Ebersberger Marienplatz stattfinden. Dies ermöglichte auch allen Musikanten und Besucher die Teilnahme an der Messe, denn bei Regen hätte man in die Kirche ausweichen müssen, die dann wohl aus allen Nähten geplatzt wäre. Zu aller Erst sprach Vorstand Sebastian Brilmayer ein paar Grußworte und hieß alle Gäste sehr herzlich willkommen. Der Ablauf der Messe an sich, organisiert durch Barbara Baumgarten und Walter Gigler, wurde durch Einlagen des evangelischen Posaunenchors, der Stadtkapelle Ebersberg, des Spielmannszuges und der Jagdhornbläser des Spielmannszuges musikalisch sehr reichhaltig und feierlich gestaltet. Pfarrer Josef Riedl sprach überaus positiv über den Jubilar und dessen vorbildliche und einzigartige Jugendarbeit. Der "Ehemaligen Spielmannszug" während des Kirchenzuges N
ach Beendigung des Gottesdienstes spielten die Vereine wieder in die Volksfesthalle zurück. Dort gab es die verdiente Stärkung aller Gäste in Form eines halben Hendls oder eines Schweinebratens. Nebenbei nutzen einige Musikvereine die Gunst der Stunde und spielten auf der Bühne auf. Somit war selbst das Mittagessen musikalisch umrahmt.
Nach knapp zwei Stunden machten sich Vereine auf den Weg zur Aufstellung in die Heinrich-Vogl-Straße. Von dort nämlich startete der große Festzug heuer zum ersten Mal. Dabei wurde dem Ehemaligen Spielmannszug die Ehre zu teil, den großen Umzug anzuführen. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein zogen die Gruppen Richtung Marienplatz, ver-schwanden durch den Torbogen über die Ignaz-Perner und Sieghartstraße, bevor sie von oben kommend erneut in den Marktplatz einspielten. Für die vielen Zuschauer gab es neben den musikalischen Klängen einen Augenschmaus durch die vielen bunten und abwechs-lungsreichen Trachten und Uniformen der vorbeiziehenden Musikgruppen. Auch die lautstar-ke Schweizer Gruppe mit den Kuhglocken und in schrillem Outfit wurde kräftig beklatscht.Festgottesdienst auf dem

Ebersberger Marienplatz Spielmannszug Zwiefalten Spielmannszug Ebersberg Spielmannszug Ebersberg Fanfarenkorps Straubing Die Musikgruppen und teilnehmenden Ortsvereine zogen nach der Reihe in den Marienplatz ein. Dort formierten sich die knapp 1.000 Musikanten zum Gemeinschaftschor. Erneut sprachen Vorstand Sebastian Brilmayer und 1. Bürgermeister Walter Brilmayer einige Grußworte an die erschienen Vereine und Besucher des Jubiläumsfestes des Spielmannszuges. Für den Gemeinschaftschor wurden der Gruß an Coburg, dirigiert durch Walter Gigler (Ehrentambor), der Coburger Marsch unter musikalischer Leitung von Sigi Betz (1. Musikalischer Leiter) und der Ruetz-Marsch mit Christian Betz (2. Musikalischer Leiter) als Dirigenten gespielt. Zusätzlich dirigierte der Vorsitzende des Musikverbandes die Bayernhymne. Das Zusammenspiel der Musikvereine zeigte welche Lautstärke knapp 1000 Musikanten in der Lage sind zu Stande zu bringen. Zu guter Letzt hoben alle Musikanten zum Musikantengruß ihre Instrumente in die Höhe. Spätestens jetzt wurde es auch dem letzten Besucher verständlich, woher die Lautstärke des vorhergegangenen Gemeinschaftschores ihren Ursprung hatte.Unter anderem dirigierte Sigi Betz den Gemeinschaftschor.

Im Anschluss an die Zeremonie am Marienplatz setzen sich die Truppen wieder Richtung Volksfesthalle in Bewegung. Dort angekommen stand nun der Ausklang des Festes auf dem Programm. Zum Abschied gab jeder Musikverein ein paar Musikstücke auf der Bühne zum Besten. Dabei erhielt jeder Verein als Gastgeschenk einen Bilderrahmen zur Erinnerung an das 50-jährige Jubiläum der Ebersberger. Die zuvor während der Umzüge gemachten Fotos der jeweiligen Musikvereine zierten nun die Gastgeschenke inklusive einem Gruppenbild des Ebersberger Spielmannszuges.


Für die Spielmannszugsmitglieder endete ein durchaus gelungenes und erfreuliches Jubiläumsfest. Die Strapazen der letzten Tage bzw. Wochen und Monate war jedoch allen Mitgliedern deutlich anzumerken. Nach dem Ebersberger Sommernachtsfest eine Woche zuvor und dem Jubiläumsfest stehen den Vereinsmitgliedern endlich wieder stressfreie Wochenenden bevor. Obwohl sich die Erholungszeit für die Spielmannszügler äußerst kurz darstellt. Bereits zwei Wochen später ging es zwei Tage nach Ravensburg zum dort sehr bekannten Rutenfest. Hierbei wurde dem Spielmannszug Ebersberg sogar die Ehre erteilt, als einzigster bayerischer Verein mitzuspielen. Im August steht dann der Verein mal wieder vor einer internationalen Reise. Am 08. August wird nach dem Ebersberger Volksfesteinzug die Reise noch am selbigen Tag für eine Woche nach England gehen. Somit dürfte jedem Spielmannszügler klar sein, dass die spielmannszugsfreie Zeit nicht all zu lange andauern wird.

Reiseberichte Atemschutzreise 2009 Ebersberg (D)

 
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